Freiluftmuseum Ootmarsum

„Das Land von Herren und Bauern“: So beschreibt das Museum Ootmarsum treffend seine eigene Geschichte. Zwischen Baumgruppen und Teichen bieten landwirtschaftliche Geräte und Gebäude Einblicke in das Alltagsleben auf dem Lande in vergangenen Zeiten. Die originalgetreu eingerichteten Ställe, Scheunen und Stuben lassen erahnen, wie es in der Grenzregion Twente früher zuging. Vorführungen und Veranstaltungen lassen die Geschichte lebendig werden. Dabei wird immer wieder die Wechselbeziehung zwischen Herren und Bauern beleuchtet.

Das Eingangsgebäude ist der letzte Zeuge der früheren Kommanderie…

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„Das Land von Herren und Bauern“: So beschreibt das Museum Ootmarsum treffend seine eigene Geschichte. Zwischen Baumgruppen und Teichen bieten landwirtschaftliche Geräte und Gebäude Einblicke in das Alltagsleben auf dem Lande in vergangenen Zeiten. Die originalgetreu eingerichteten Ställe, Scheunen und Stuben lassen erahnen, wie es in der Grenzregion Twente früher zuging. Vorführungen und Veranstaltungen lassen die Geschichte lebendig werden. Dabei wird immer wieder die Wechselbeziehung zwischen Herren und Bauern beleuchtet.

Das Eingangsgebäude ist der letzte Zeuge der früheren Kommanderie. In direkter Nachbarschaft befand sich einst ein Schloss, das die Geschichte nicht überdauert hat. Dort lebten bis Mitte des 17. Jahrhunderts die letzten Kreuzritter der Niederlande. In einem Stadtbauernhof wird an den letzten Hofmeier erinnert. Er verwaltete im Auftrag des Bischofs von Utrecht zahlreiche Ländereien in der Region. Möbel, Bücher und zahlreiche Urkunden dokumentieren seine Tätigkeit.

Zeitreise und Stadtbummel

Auf einem Streifzug durch das Museum entdecken die Besucher einen kleinen Schuppen, in dem das Kleinvieh untergebracht ist – genau wie anno dazumal. Im benachbarten offenen Bauernhof lebten Landwirte und Tiere unter einem Dach. Einen Blick in den Fuhrpark der Landwirte gewährt das Kutschenhaus: Je wohlhabender der Bauer, desto größer seine Kutsche. Nicht weit entfernt hatte der Wagenmacher seine Werkstatt. Um die Ecke duftet es nach frischem Brot, das Backhaus wird noch heute häufig genutzt. Die Wohnkultur jener Tage wird an zwei besonderen Häusern deutlich: einem winzigen „frommen Häuschen“, in dem eine alleinstehende Frau lebte, und der städtisch anmutenden „Hofkamer“, einem Hof, der einst in Ootmarsum stand.

Die enge Verbindung zwischen Stadt und Museum wird auch an einer Außenstelle deutlich. Mitten in Ootmarsum befindet sich das Drostehaus. Dieses Patrizierhaus erinnert an den letzten Drosten von Twente. Haus und Garten sind ganz im Stil des 17. Jahrhunderts angelegt. So lässt sich der Spaziergang durch das Museum Ootmarsum bequem mit einem Stadtbummel verbinden.

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Standort

Hier schon mal ein Vorgeschmack